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Vielleicht passiert irgendwann das Richtige

BUCHBESPRECHUNG / WONNEBERGER / PENSION SEEPARADIES

10/05/24 Lehrer Winkler macht mit Frau Urlaub an der Ostsee. Er hat mit ihr gestritten. Auch mit dem Jugendfreund hat er gestritten. Dann kommt der Bagger. Viel mehr passiert nicht in Jens Wonnebergers neuem Roman Pension Seeparadies – aber zwischen sepiafarbenen Ansichtskarten und angeschwemmtem Treibgut liegt eine präzise Betrachtung unserer gespaltenen Gesellschaft.

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Busenwunder mit Hirnlähmung

BUCHBESPRECHUNG / LAGGNER / FREMDLINGE  

03/05/24Familie ist ein Scheusal, getarnt in einem Engelskostüm.“ Das ist nur eine von vielen gewagten Aussagen, die Anna Katharina Laggner in ihrem autofiktionalen Debütroman über eine Zwillingsschwangerschaft tätigt. Ein erfrischend ehrliches, unsentimentales und zum Nachdenken anregendes Protokoll einer Zeit, in der Frauenkörper stärker als sonst zum Objekt öffentlichen Interesses werden.

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Von Orchideen, Schlangen und Rassenhass

BUCHBESPRECHUNG / ROEMER / VOM WAHNSINN EINER FRAU

26/04/24Ich bin Nunka, das bedeutet: Nie mehr. Aus zwei Gegensätzen geboren, einer Frau und einem Mann, die sogar meine Träume aufreißen. Ich bin Frau, obwohl ich nicht weiß, wo das Frausein beginnt und wo es endet, und in den Augen der anderen bin ich schwarz und warte jedes Mal von Neuem ab, was das bedeutet.“

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Daheim sein geht nur in Straßenschuhen

BUCHBESPRECHUNG / PELLMANN / NUR NOCH DEN ABEND ERREICHEN

15/03/24 Viel wird erzählt aus Lateinamerika. Aber auch heimische Supermärkte – Ich komme fast immer hierher und kaufe die gleichen Dinge wie früher – oder der Partisanenkrieg – Die meisten Höhlen im Karst bleiben vergessen … behalten das Grauen der unentdeckten Welt – sind Themen der Gedichte von Fedor Pellmann.

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Verliebter Krampus oder was?

BUCHBESPRECHUNG / MARKOVIC / MINIHORROR

29/02/24 Bäuerinnen aus Keksteig. IKEA-Hotline als Dschungel. Sonnengott in der Gewürzfirma... Barbi Markovićs Roman Minihorror ist eine so skurril-schreckliche, zum Schreien und Gruseln komische Lektüre, wie man es sich nur wünschen kann. Aktuelle „Horror-Meldung“ des Residenz Verlages: Minihorror wurde für die Belletristik-Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse 2024 nominiert.

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Meerjungfrau gestrandet

BUCHBESPRECHUNG / RAURISER LITERATURPREIS / GRUBER

07/02/24 Der Ichthyostega war das erste Lebewesen, das sich vor Millionen von Jahren an Land gewagt hat. „Einer kommt zur Welt und ist anders als alle anderen“, sagt die vierzehnjährige Arielle. „Und dann ist er ganz allein da draußen.“ Genauso fühlt sich die Protagonistin... Matthias Gruber erhält den Rauriser Literaturpreis 2024 für seinen Debütroman Die Einsamkeit der ersten ihrer Art. – Lesen Sie hier die dpk-Rezension.

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Salzburger Fenstergucker

KALENDER / KOMPONISTEN

29/12/23 „Die Nachgeburt aber hat man ihr wegnehmen müssen. Sie war folglich erstaunlich schwach.“ Das berichtete Leopold Mozart an seinen Augsburger Verleger über seine Gattin nach der Geburt von Wolfgang Amadé. – Mozart gehört logischerweise der Jänner in Horst Reischenböcks neuem Kalender über Komponisten, die mit Salzburg zu tun hatten.

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Alle Menschen haben Geheimnisse

BUCHBESPRECHUNG / THOMAS OLÁH / DOPPLER

22/12/23 „Das Haupt zu bedecken, das gehört sich so, und alle halten sich daran, auch die Männer im Dorf gehen nie barhäuptig draußen, auf der Gasse. Das hilft, einen Rest von Form der Welt entgegenzustellen, die anderwo längst aus den Fugen ist.“ Nicht nur anderswo. Im Kellergassen-Idyll dräut die Vergangenheit. Und der Enkel mittendrin. Zumindest einen Sommer lang.

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Aus dem braunen Salzburger Sumpf

BUCHBESPRECHUNG / ZWERGLGARTEN-PAVILLON

08/08/23 Man muss schon zwei Mal oder noch öfter hinschauen aufs Buchcover: Ja, dieser Pavillon für die Kunst ist tatsächlich jener im Zwerglgarten. Aber er hat einst ganz anders ausgesehen. Weiß gefärbelte Wände anstatt düsterer Holzvertäfelung, und am Beginn gab's nicht mal Glasscheiben.

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So rennt ein Hoffender nur

GEORG MARIA HOFMANN ZUM 90. GEBURTSTAG

17/03/23 „Im Mirabellgarten eingesperrt zu werden und über irgendwelche Gitter zu steigen, konnte man nicht recht mit einem Genfer Konventionspass, in dieser ordentlichen, sehr bürgerlichen Stadt...“ Das war am 16. November 1957, dem Jahrestag der Flucht aus Ungarn. Die Figur heißt nicht, wie ihr späterer Autor. Der Titel des neuen Romans von Georg Maria Hofmann ist Programm: Das Kind mit den sieben Namen.

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Gemeinschaftlich angeplätzt

BUCHBESPRECHUNG / BODO HELL / BEGABTE BÄUME

13/03/23 Den Spuren der Verwüstung eines Tornados folgen, dabei Vorgarten- und Architektur-Kritik üben und das Lob des Spitzwegerichs (Hustensaft, Liebeszauber) singen. Das tut nur einer. Bodo Hell. Der QuerDenker, QuerFeldeinSchreiber und QuasiAllesWisser – und das ist ein Kompliment – feiert am Mittwoch 15. März seinen Achtziger.

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Juche Victoria, excelsis Gloria!

LIEDERBUCH UND CD / SALZBURGER HIRTENLIEDER

21/12/22 Hiasl, Lippei, Stacherl, Jodl – so haben sie wohl geheißen, die „Buama“, die auf Salzburgs Almen auf die Schafe, Ziegen und das Rindvieh aufgepasst haben. Eine ihrer Aufgaben war, Wölfe von den Herden abzulenken. Das erforderte Mut, der ihnen aber gründlich vergangen ist, als plötzlich Engel aufgetaucht sind.

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Achterbahn in der Zeitschleife

ESSAY / DAS MOZARTEUM 19221953

21/11/22 „Am Abend des 12. März wurde der Salzburger Gauleiter Anton Wintersteiger zum Landeshauptmann ernannt, am 13. März der offizielle Anschluss Österreichs an Deutschland verkündet – nur einen Tag später wurde Paumgartner vom neuen Landesschulrat Karl Springenschmid mit sofortiger Wirksamkeit seiner Funktion als Direktor des Mozarteums enthoben.“

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Der Leserblick hebt sich, zwinkert der Welt zu und lächelt

BUCHBESPRECHUNG / JOCHEN JUNG / DAS BUCH

16/09/22 Leser. Lektor. Verleger. Autorenfinder. Autor. Wenn es die menschliche Gattung „Mann des Buches“ gibt, dann gehört Jochen Jung dazu. Für die Reihe Dinge des Lebens im Residenz Verlag hat er sich zur Feder gelassen. Titel des neuen Buches Das Buch.

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Ich brauche die Festspiele nicht

BUCHBESPRECHUNG / THOMAS BERNHARDS SALZBURG

26/08/22Du schönste Stadt am Salzachfluss / Ich schloss dich in mein Herz / Trotz täglich starkem Regenguss / Und kindlich starkem Schmerz.“ Das ist nicht Heinrich Heine. Das ist Thomas Bernhard. Der Siebzehnjährige hat das ernst gemeint. Später kamen andere Töne.

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