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Theater als Gedankenraum

LANDESTHEATER / SPIELZEIT 2024/24

11/04/24 Für Instagram & Co und den Zeitgeist ist das Ausleben aller Wünsche die Krönung der Individualität. „Das Leben soll ein Abenteuer sein, aber gerne mit Netz, doppeltem Boden.“ Aber Demokratie und eine komplexe Gesellschaft funktionieren nur gemeinsam: Die „Polarität von Abenteuer und Verantwortung“ steht als Spielzeitthema über den Neuproduktionen der Saison 2024/25.

LANDESTHEATER / SPIELZEIT 2024/24

11/04/24 Für Instagram & Co und den Zeitgeist ist das Ausleben aller Wünsche die Krönung der Individualität. „Das Leben soll ein Abenteuer sein, aber gerne mit Netz, doppeltem Boden.“ Aber Demokratie und eine komplexe Gesellschaft funktionieren nur gemeinsam: Die „Polarität von Abenteuer und Verantwortung“ steht als Spielzeitthema über den Neuproduktionen der Saison 2024/25.

Von Heidemarie Klabacher

Zum Auftakt erklingt Rossinis urkomische Oper Die Reise nach Reims, in der eine kunterbunte Gesellschaft von Adeligen aus ganz Europa auf dem Weg zur Krönung Karls X. mangels Pferden in einem Luxushotel in der französischen Pampa festsitzt.

Ähnlich gehe es, so Carl Philip von Maldeghem heute Donnerstag (11.4.) bei der Programmpräsentation, „Homers rastlosem Wanderer Odysseus, der von Abenteuer zu Abenteuer eilt, während seine Familie ihn ersehnt“. Goethes Faust werde von Mephisto mit „seinen eigenen Sehnsüchten verführt“. Das Spannungsfeld von Individualität und Gemeinschaft sei ein fundamentales Thema des Theaters. Die Produktion heißt Faust2

„Umso mehr möchten wir diesen Diskurs, der sich immer neu stellt, in unseren Produktionen aufscheinen lassen“. Im „Theater als Gedankenraum“ sollen „Möglichkeiten des Handelns“ durchgespielt werden. Vielleicht kann man sich die Welt dann auch ganz anders vorstellen.

Weiters auf dem Opernprogramm stehen Carl Maria von Webers Freischütz und Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel. Mit Friedrich von Flotows Martha und Atntonio Salieris Die verdrehte Welt warten Raritäten auf das Publikum. Mit der HipHopera The Endz porträtiere die britische Komponistin Kate Whitley eine Gemeinschaft, die sich gegen Gewalt auflehnt.

Pünktlich zur Ski Weltmeisterschaft 2025 komme, so Maldeghem, das dazugehörige Musical von Martin Lingnau heraus: Skiverliebt – Zwei Brettln, die die Welt bedeuten sei eine Hommage an das österreichische Gen der Gastfreundschaft und das Skifahren. Eine weitere Uraufführung kommt aus dem Landestheater, das Musical Mindcraft aus der Feder Hauskomponistin Carolin Anna Pichler

Im Schauspielbereich freut sich Carl Philhip von Maldeghem besonders, „dass es gelungen ist, die österreichische Erstaufführung des neuen Romans Und alle so still von Mareike Fallwickl zu gewinnen, in dem Care Arbeit „eindrucksvoll thematisiert“ werde.

Weiters kommen die Österreichische Erstaufführung von Ronnie Brodetzkys WhatsApp Stories, riedrich Dürrenmatts Klassiker Der Besuch der alten Dame, die Uraufführung von Sarah Henker und Susi Richters Stück Der Wolf muss weg, Bertolt Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, und Ödön von Horváths Hin und Her.

„Im Ballett entsteht eine neue Kreation über Frida Kahlo und ein eigener Abend wird der Bossa Nova“, berichtet Ballettdirektor Reginaldo Oliveira.

Im Jugendtheater treten in An der Arche um Acht drei Pinguine an und zu Weihnachten steht Die Schneekönigin auf dem Programm. Die Autorin George Sand erzählt in Gabriel von Identitäts-Verwirrungen im Jugendalter. Für Kinder gibt es mit Die Freikugel eine eigene Fassung von Webers

Oper für Kinder.

Intendant Carl Philhip von Maldeghem nutzte die Spielzeit-Pressekonferenz auch für eine „ausgesprochen positive“ Zwischenbilanz: „Die aktuelle Auslastung liegt bei über 83 Prozent. Die bislang rund 270 Vorstellungen des Landestheaters erreichten über 100.000 Besucherinnen und Besucher.“

Landestheater Salzburg – Die neue Spielzeit – alle Termine und Informationen – www

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